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26.07.2017

Ein Vermächtnis für eine gute Zukunft

Was wird die Zukunft bringen? Diese Frage ist so alt, wie die Menschheit selbst. Laufend wurden in der Philosophie, Technik und später in der Sozialwissenschaft und Trendforschung Antworten gesucht. Und selbstredend möchten wir trotz düsterer Prognosen wie etwa zur Umwelt oder Wirtschaft, an eine gute Zukunft glauben und danach handeln – beispielsweise mit einem Testament, das Gutes hinterlässt.

Effektive Bildung, gute Gesundheit, ein langes Leben, Wohlstand, Zusammenhalt und Frieden sind Werte, für die es sich lohnt, einzustehen. Eine Testamentsspende ist eine Möglichkeit, nachfolgenden Generationen ein Geschenk zu machen und die Zukunft positiv zu beeinflussen. Franziska Kimpflers ist solche eine Frau der Tat. Schon als junge Frau bewies sie Rückgrat im NS-Widerstand. Ein Leben lang hat sie sich für andere stark gemacht. Ihr Erbe unterstützt Kinder und Jugendliche in Afrika. In ihrem Mann Josef fand sie einen Gleichgesinnten. Er gab ihr die Kraft, sich für andere einzusetzen – in Beruf und Ehrenamt, vor der eigenen Haustür und in entfernten Ländern. Eigene Kinder wünschte sich das Paar vergebens. Zu ihren Erben bestimmten beide gemeinsam unter anderem die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. Viele Jahre schon hatten sie die Hilfsorganisation unterstützt.

Bleibendes für die Nachwelt erhalten
Franziska Kimpfler ist kein Einzelfall: Immer mehr Menschen bedenken in ihrem Testament eine gemeinnützige Organisation, die Werte vertritt, die ihnen wichtig sind – sei es für den Umweltschutz, der Heilung von Krankheiten oder Hilfe für Menschen in Not. Jeder zehnte Deutsche ab 60 Jahren würde mit seinem Erbe einen guten Zweck unterstützen, bei den Kinderlosen sogar jeder dritte. Das hat die GfK-Studie „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“ ergeben. Berühmte Beispiele für ein gemeinnütziges Testament gibt es in der Geschichte viele: Der Frankfurter Bankier und Gewürzhändler Johann Friedrich Städel legte mit seinem Testament 1815 das Fundament für das weltweit bedeutende Städelsche Kunstinstitut und die Kunstschule. Auch er wollte Bleibendes für die Nachwelt erhalten und Gutes für nachfolgende Generation tun. Aber was ist zum Wohle aller? Die Antworten variieren und die Chancen unserer Zeit sind vielfältig, der Welt mit seinem Erbe ein letztes Geschenk zu machen.

Die Entscheidung ist eine sehr persönliche
Noch vor einem Jahrhundert glaubte man das drohende Ende der Kohlevorräte mit Wellenkraftwerken und der Nutzung von vulkanischer Energie zu bewältigen. Die damals getätigten Prognosen für die nächsten 100 Jahre haben sich so nicht erfüllt. Die Zukunft hat sich vielmehr anders entwickelt: Die Weltbevölkerung ist stark gewachsen. Wir werden immer älter, bleiben aber nicht automatisch länger gesund. Die Selbstverwirklichung und das Nebeneinander verschiedenster Werte prägen unsere Gesellschaft. Wir sind viel mobiler als noch vor 30 Jahren, unser Geburtsort ist nicht notwendigerweise der Mittelpunkt unseres Lebens. Die Digitalisierung und die Liberalisierung des Arbeitsmarktes schreiten rasch voran. Nicht immer sind die rechtlichen und sozialpolitischen Normen schon entsprechend nachgezogen. Immer mehr ist stets für jeden verfügbar. Wohin wird uns das führen?
Die Zukunft kann niemand voraussagen. Doch es ist möglich, wichtige Werte nachhaltig wirken zu lassen. Eine Entscheidung für ein gemeinnütziges Testament ist immer eine sehr persönliche. Für Anregungen und konkrete Hilfestellung steht die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ gerne zur Verfügung.