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Hannelore Kosak

Hannelore Kosak fördert mit ihrem Nachlass das Recht auf Gesundheit

Die pensionierte Beamtin ist gerne und weit gereist – 64 Länder hat sie im Laufe ihres Lebens besucht.

In Haiti und Indien traf sie auch Menschen, für die der Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung alles andere als selbstverständlich ist. Als sie selbst schwer erkrankte, entschied sie sich, action medeor als Haupterben in ihrem Testament zu bedenken. In vielen persönlichen Gesprächen sprach sie offen über ihre Wünsche, bevor sie 2013 mit 68 Jahren starb: Für möglichst viele Menschen sollte das Recht auf Gesundheit Wirklichkeit werden. Das war ihr Letzter Wille. Ihr Erbe hilft dabei nun ganz konkret.

Irmgard Lederer

Irmgard Lederer rettet Leben mit
ihrem Testament

Sie selbst hat schwere Schicksalsschläge erlebt. Ihr Letzter Wille soll Menschen zugutekommen, die es wirklich brauchen.

Sich für andere einzusetzen, wurde für die Stuttgarterin auch deshalb zur Herzensangelegenheit, weil sie selbst schwere Zeiten erlebt hat. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner entschied sie sich 2007, Ärzte ohne Grenzen in ihrem Testament zu bedenken. Ihre Entscheidung stimmt Irmgard Lederer und ihren Partner sicher und zuversichtlich: „Mit unserer Unterstützung rettet Ärzte ohne Grenzen in der Tat Leben.“

Franziska Kimpfler

Franziska Kimpflers Letzter Wille
schenkt Kindern eine bessere Zukunft

Schon als junge Frau bewies Franziska Kimpfler Rückgrat im NS-Widerstand. Ein Leben lang hat sie sich für andere stark gemacht. Ihr Erbe unterstützt Kinder und Jugendliche in Afrika.

Sie kämpfte immer aufrecht für ihre Überzeugungen. Zupackend, pragmatisch und tief gläubig. In ihrem Mann Josef fand sie einen Gleichgesinnten. Er gab ihr die Kraft, sich ein Leben lang für andere einzusetzen – in Beruf und Ehrenamt, vor der eigenen Haustür und in entfernten Ländern. Eigene Kinder wünschte sich das Paar vergebens. Zu ihren Erben bestimmten beide gemeinsam unter anderem die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. Viele Jahre schon hatten sie die Hilfsorganisation unterstützt. Nun hilft auch ihr letzter Wille ganz konkret: Franziska und Josef Kimpfler schenken Kindern und Jugendlichen in Afrika eine bessere Zukunft.

Heike von Lützau-Hohlbein

Heike von Lützau-Hohlbein hat das Vergessen in der Familie erlebt

Mutter, Tante und Schwiegermutter erkrankten an Demenz. Anlass für die Wahlmünchenerin, sich aktiv in der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zu engagieren.

Seit 25 Jahren ist sie für ihr Ehrenamt viel unterwegs. Damit die Selbsthilfeorganisation langfristig finanziell unabhängig arbeiten kann, gründete Heike von Lützau-Hohlbein die Deutsche Alzheimer Stiftung. „Ich wollte einen Anfang machen und andere Unterstützer motivieren“, sagt sie. Mit Erfolg. Viele Menschen haben seither die Deutsche Alzheimer Gesellschaft in ihrem Testament bedacht.

Irene Masch-Modrow

Irene Masch-Modrow sorgt dafür das Herzen stark bleiben

Erst verlor sie ihren Vater, später auch ihren Mann überraschend. Der plötzliche Herztod riss beide unerwartet aus dem Leben. Etwa 200.000 Menschen in Deutschland trifft es jedes Jahr. Bekannt ist über den sogenannten Sekundentod aber viel zu wenig.

Für Irene Masch-Modrow war das der Anlass, ihr Vermögen der Deutschen Herzstiftung zu hinterlassen. Sie wollte die Erforschung des plötzlichen Herzstillstands fördern. Über ihren Tod hinaus hilft sie damit, Leben zu retten.

Liselotte Herrmann

Liselotte Herrmann kämpfte zeitlebens für den Naturschutz

Das Vertrauen in die Politik verlor sie im April 1986. Kein Salat aus dem Garten, wochenlang keine Milchprodukte, jahrelang keine Pilze – die Atomkatastrophe von Tschernobyl war eine Zäsur.

Ihren Einsatz für Natur und Umwelt spornte das nur weiter an. Weltweite Naturschätze, Wildtiere und ein artgerechter Umgang mit Nutztieren lagen ihr am Herzen. Das Mannheimer Umweltzentrum unterstützte sie von Beginn an, sie schrieb Leserbriefe, mischte sich ein. „Selber was machen!“ war ihre Lösung. Als es 2011 in Fukushima erneut zu einer atomaren Katastrophe kam, stand für sie fest: „Natur- und Umweltschutz bleiben eine Daueraufgabe.“ In der Arbeit der Deutschen Umwelthilfe findet ihr Leben nun eine Fortsetzung.

Burton Kout

Burton Kout gibt Kindern in Deutschland eine starke Stimme

Familie ist das Wichtigste im Leben. Davon ist Burton Kout überzeugt. Der heute 75-Jährige wuchs selbst in einer großen Familie auf, in der Kinder eine wichtige Rolle spielen und Zusammenhalt groß geschrieben wird.

Dies hat er nicht nur an seine eigenen vier Kinder weitergegeben. Seine Werte sollen, das ist sein Wunsch, auch in der Gesellschaft einen stärkeren Widerhall finden. Deshalb widmet Burton Kout einen Teil seines Erbes dem Deutschen Kinderhilfswerk. Sein Testament hat er schon jetzt verfasst. „Ich möchte meinen Kindern zeigen, dass Weitergeben zu einem sinnvoll gestalteten Leben gehört. Auch über den Tod hinaus.“

Birgit und Bernd Fiedler

Birgit und Bernd Fiedler engagieren sich im Kampf gegen Blutkrebs

In der Zeitung lasen sie von einem kleinen Mädchen, das an Blutkrebs erkrankt war. Die einzige Rettung: der richtige Stammzellspender.

Die Fiedlers zögerten nicht. Sie ließen sich bei der DKMS als Spender registrieren - für das Ehepaar aus Bad Eilsen eine Herzenssache und der Anfang ihres Engagements gegen den Blutkrebs. „Ich durfte bereits über 60 Jahre lang mein Leben mit Erfahrungen und Erlebnissen füllen“, erklärt Bernd Fiedler. „Es ist unfair, wenn anderen dieses Recht verwehrt bleibt.“ Auch mit ihrem letzten Willen unterstützen die Fiedlers deshalb die DKMS. „Damit auch Blutkrebspatienten wieder ein Leben vor sich haben. So wie es sein sollte.“

Elke Heyder

Elke Heyder sorgt dafür, dass Hilfe nicht zu spät kommt.

„Gute Freunde sind auch in schlechten Zeiten für dich da.“ Elke Heyder legt großen Wert darauf. Um andere kümmert sich die 69-jährige Pensionärin aus Überzeugung.

Von „Ruhestand“ kann bei ihr keine Rede sein. Ihre Tage sind ausgefüllt. An der Universität Göttingen besucht sie Seminare in Kunstgeschichte. Oft nimmt sie an Studienreisen teil. Als ein enger Freund 2008 in Kuba plötzlich erkrankte und schnell zurück nach Deutschland fliegen musste, gab ihr das zu denken. Seitdem unterstützt Elke Heyder die DRF Luftrettung. Die Rettungsflieger hat sie auch in ihrem Testament bedacht. „Menschen sollen sich im Notfall auf schnelle Hilfe verlassen können wie auf einen guten Freund.“

Günter Grein

Günter Grein schützt Europas Naturschätze über Grenzen hinweg

Er ist ein Naturkundler durch und durch. Mit Lupe und offenen Augen durchstreifte er schon in Jugendtagen Wiesen und Wälder.

Sein Leben lang studierte Günter Grein Pflanzen und Tieren intensiv. Besonders fasziniert ist der heute 69-Jährige von Heuschrecken. Mehrere hundert Arten kann er mühelos aufzählen. Ein ganzes Buch hat er ihnen gewidmet. Wer weiß besser als er, wie empfindlich viele Tiere und Pflanzen auf Veränderungen ihres Lebensraums reagieren? In seinem Testament hat Günter Grein deshalb die EuroNatur Stiftung bedacht. „Am besten lassen sich unsere Naturschätze möglichst großräumig und gemeinsam mit den Menschen erhalten.“ Davon ist er überzeugt. Dafür macht er sich stark.

Eheleute Ludwig

Hartmut und Edeltraut Ludwigs Erbe
schützt die Umwelt

„Unser heutiges Leben ist komfortabel, schadet aber der Natur“, sagen Hartmut Ludwig und Edeltraut Rappold-Ludwig. Von Ihrem Letzten Willen soll die Umwelt profitieren.

Über 25 Jahre schon fördern die Eheleute aus Buchholz in der Nordheide den Schutz unserer Erde. Jetzt, mit Ende 60, haben sie ihr Testament verfasst und darin auch Greenpeace bedacht. Hartmut Ludwig findet dafür klare Worte: „Wir plündern den Planeten schamlos aus. Da schließe ich uns durchaus mit ein, denn wir leben sehr gut. Deshalb wollen wir einen Beitrag leisten, der dem Umweltschutz zugutekommt. Wir selbst haben keine Kinder – ein Erbe für den guten Zweck ist eine gute Idee und für Greenpeace von der Erbschaftsteuer befreit. So kann ich sicher sein, dass die Umwelt profitiert.“

Dr. Gerhard Raydt

Dr. Gerhard Raydt ist begeistert

Auf einer Reise zu Sielmanns Biotopverbund Bodensee überzeugte er sich persönlich, wie erfolgreich seine Spenden für den Naturschutz und den Erhalt heimischer Tiere und Pflanzen eingesetzt werden.

Bereits seit vielen Jahren fördert der Naturfreund die Heinz Sielmann Stiftung – und möchte dies auch weiterhin tun. In seinem Testament hat er deshalb die Stiftung bedacht. „Ich erachte das als besonders wirksame Investition in eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkel.“

Barbara Graf* hilft älteren Menschen mit ihrem Testament

Sie liebt ihre Unabhängigkeit und lange Spaziergänge. Mit ihrem Letzten Willen unterstützt eine Berlinerin die Pflege und Betreuung älterer Menschen.

Was sie mit Fürsorge verbindet? Die Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Antwort kommt ohne Zögern. Die Berlinerin, die anonym bleiben möchte, ist 71 Jahre alt und lebt in Lichterfelde. Kinder hat sie keine. Braucht sie Hilfe, sind die Johanniter für sie da – jederzeit, dank des Hausnotrufs sogar auf Knopfdruck. Die stets warmherzige Art der Mitarbeiter schätzt sie sehr. In ihrem Testament hat sie die Johanniter zum Alleinerben benannt. „Ich habe nicht nur Gewissheit, dass sie alles in meinem Sinne regeln. Mit meinem Nachlass unterstütze ich die Johanniter in der Pflege und Betreuung älterer Menschen in Berlin. Ich freue mich, dass ich auf diesem Weg etwas zurückgeben kann.“

*Name geändert

Sabine Zalers

Sabina Zalers Letzter Wille bietet Kindern
ein sicheres Zuhause

Das Krakauer Ghetto und Ausschwitz hat sie überlebt. Durch den frühen Tod ihrer Tochter brach ihre Welt erneut zusammen. Mit ihrem Erbe wird ein ganzes Familienhaus gebaut.

Sie war energisch und lebenshungrig. Sie arbeitete als Mannequin, eröffnete ein Modehaus, später ein Buchhaltungsbüro, eine Hausverwaltung. Ihr Leben lang versuchte sie nachzuholen, was ihr genommen worden war, im Krakauer Ghetto, im KZ in Ausschwitz. Als der Krieg vorbei war, war sie 17. Sie hatte überlebt. Aber wie macht man danach weiter?

Sabina Zahler suchte schnell das Leben. Heirat, Kind, Beruf. Krakau, Israel, Berlin. Ihr Antrieb: Tochter Maria. Doch mitten im Abitur starb Maria unerwartet. Sabina Zahlers Welt brach erneut zusammen. Nach außen weiter stark, brauchte sie ungeheure Kraft, sich auch innerlich wieder aufzurichten.

Sabina Zaler starb im März 2012. Mit ihrem Erbe wollte sie Gutes tun: „Kinder brauchen Schutz und in den SOS-Kinderdörfern bekommen sie diesen.“ Nun entsteht in Israel ein ganzes SOS-Familienhaus. Es wird den Namen ihrer Tochter tragen.

Werner Heidemann

Werner Heidemann hilft, Schlaganfälle zu verhindern.

Ein selbstbestimmtes Leben führen, das ist Werner Heidemann wichtig. Der 89-Jährige weiß, was er will. Auch über sein Lebensende hinaus.

„Ich habe mir vieles hart erarbeiten müssen. Deshalb möchte ich selbst entscheiden, was mit meinem Geld passiert. Und ich möchte Gutes tun.“ Für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe engagiert sich Werner Heidemann, seit er seinen Vater in Folge eines Schlaganfalls verlor. Als später seine Frau an Krebs verstarb, entschied er: „Mein Erbe soll Einsatz in Wissenschaft und Forschung finden. Menschen sollen gar nicht erst krank werden.“

Marita Nolde* hilft Menschen sich selbst zu helfen

Die 75-jährige hatte Glück im Leben. Gefehlt hat es ihr an nichts, auch jetzt im Alter geht es ihr gut. Ihre große Leidenschaft: Fernreisen. In Afrika südlich der Sahara sah sie die Not und den riesigen Bedarf an Unterstützung mit eigenen Augen.

Seitdem begleitet sie Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe als Spenderin. „Es liegt mir am Herzen, den Fortgang dieses wunderbaren Werks auch über meinen Tod hinaus zu sichern.“ Ihr Testament hat sie bereits aufgesetzt. *Name geändert

Herbert Drossel

Herbert Drossel hilft der Natur mit seinem Letzten Willen

Die Havel liebt er schon seit seiner Jugend

Jeden Sommer verbrachte er viele Wochen mit Freunden auf dem Fluss und paddelte entlang der naturnahen Ufer – immer auf der Suche nach Seeadlern, Rotmilanen, Libellen und anderen seltenen Arten. „Mit meinem Testament möchte ich dem NABU bei der Renaturierung der Havel helfen. Der Fluss soll wieder so lebendig werden wie vor vielen Jahren in meiner Jugendzeit.“ Auf „seiner“ Drossel-Insel genießt er schon jetzt das Wachsen der künftigen Auenwälder.

Johannes Walkers

Johannes Walkers Testament lässt Kinder in Geborgenheit aufwachsen

Was Kinder am meisten brauchen, weiß er genau: Liebe und Geborgenheit.

Sieben Kinder hat er großgezogen, heute freut er sich über eine große Enkelschar. Zu seiner Familie gehören auch 3.400 Mädchen und Jungen in Lateinamerika. Seit über 30 Jahren unterstützt er dort die nph- Kinderdörfer. Die Werte des christlichen Kinderhilfswerks begeistern ihn von Anfang an. Er ist froh zu wissen, dass die Kinder so angenommen werden, wie sie sind, und in Liebe und im christlichen Glauben erzogen werden. „Die Kinder von nph sind auch meine Kinder. Bis zum Ende meines Lebens werde ich für sie Sorge tragen – und auch noch darüber hinaus.“ Neben seinen eigenen Kindern hat er auch sie fest in seinem Testament mit eingeschlossen.

R . Grimm fördert mutige Ideen, die die Welt bessern machen

Er brennt für die großen Menschheitsthemen: Menschenrechte, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Arbeit dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird

Den „Alternativen Nobelpreis“ und die Stiftung, die ihn Jahr für Jahr vergibt, schätzt und unterstützt er deshalb seit Langem. Und auch nach seinem Tod möchte er, dass dieser ganzheitliche Ansatz weiter Nutzen für die Menschheit bringt. Sein Testament gibt ihm schon heute Sicherheit: Sein Vermögen soll einmal helfen, scheinbar Unmögliches möglich zu machen – und die Welt zum Besseren verändern.

Elfriede und Gertraud Blätterbinder

Elfriede und Gertraud Blätterbinder widmen sich dem Tierschutz

Sie verbindet mehr als der gleiche Nachname. Seit Kindertagen liegen den Schwestern Tiere sehr am Herzen. Von VIER PFOTEN erfuhren sie, dass es Tierleid gibt, von dem sie bis dahin nichts ahnten.

Großzügig unterstützen sie die Tierschutzorganisation schon seit Jahren. Und da sie selbst keine Kinder haben, werden sie auch ihren Nachlass dem Tierschutz widmen. „Wir sind froh darüber, unseren Nachlass in guten Händen zu wissen.“

Roland Gingold

Roland Gingold liegt das Schicksal der Kinder in Mosambik besonders am Herzen

Das Land ist bitterarm, viele Mädchen werden als Haushaltshilfen verkauft oder zur Prostitution gezwungen.

Um das zu verhindern, fördert Roland Gingold seit vielen Jahren die Ausbildung der Kinder in einem Waisenhaus. Eigene Nachkommen hat er nicht. Damit sein Vermögen nicht an den Staat fällt, entschloss er sich dazu, die Welthungerhilfe als Erbin einzusetzen. „Nun bin ich sicher, dass meine Ideale über viele Generationen fortbestehen.“

Monika Kuznierz

Monika Kuznierz hilft Kindern in Not mit ihrem Testament

Die heute 73-Jährige hat die Welt bereist. Im Senegal, in Gambia, Kenia und Tansania traf sie Kinder, deren Notlage sie gut nachempfinden konnte. Als Flüchtlingskind hat sie selbst früh erfahren, was Hunger und Armut bedeuten.

Nach dem Tod ihres Mannes entschied sie sich, eine Kinderpatenschaft bei World Vision zu übernehmen. Es sollte nicht die einzige bleiben. Noch mehr Kinder in Not sollen von ihrem Erbe zugunsten von World Vision profitieren. „Ich möchte ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen“, sagt sie.