Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ in Koblenz eröffnet

Vernissage mit Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz – Ausstellung mit Fotografien von Bettina Flitner

Koblenz, 15.06.2022 – Was bleibt von einem Leben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Eine ernstliche Frage, die uns alle irgendwann betrifft. Am gestrigen Abend ließen sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Vernissage „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ diesbezüglich inspirieren und zum Nachdenken anregen. Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz und Pfarrerin Birgit Becker begrüßten die Gäste in der historischen Florinskirche, wo die Foto-Ausstellung noch bis zum 11. Juli, täglich von 10:30 bis 17:30 Uhr, besichtigt werden kann.

Darum geht’s: Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ hat elf Persönlichkeiten dafür gewonnen, ihre Gedanken zur Frage „Was bleibt?“ zu reflektieren und zu teilen: Günter Grass, Egon Bahr, Anne-Sophie Mutter, Dieter Mann, Richard von Weizsäcker, Margot Käßmann, Reinhold Messner, Christiane Nüsslein-Volhard, Friede Springer, Ulf Merbold und Wim Wenders. Sie alle gewähren in der Ausstellung sehr persönliche Einblicke – dargestellt in Fotografien, Kurzfilmen und Textausschnitten aus den Gesprächen.

Am Abend der Vernissage beschäftigten sich auch Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz und Pfarrerin Birgit Becker mit der Frage „Was bleibt?“.

Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz: „Was bleibt von mir? Diese Frage stellt sich uns im Laufe des Lebens, mit zunehmendem Alter und dem Bewusstwerden von unausweichlicher Vergänglichkeit. Das Bedürfnis, Eigenes zu gestalten und nicht vergessen zu werden, ist überaus mächtig. Ich persönlich bin überzeugt davon, dass man in seinen Nachfahren Spuren hinterlässt – in Gedanken und Haltungen und so Teil eines kollektiven Gedächtnisses wird, das die gesamte Menschheit zusammenfügt.“

Pfarrerin Birgit Becker: „‚Was bleibt?‘ ‚Was ist der Sinn meines Lebens?‘ Mir als Pfarrerin sind diese Fragen in den beiden Jahren der Pandemie oft begegnet. Uns wurde die Zerbrechlichkeit unseres Lebens sehr bewusst. Aber auch, wie wertvoll Gemeinschaft, Berührung und Solidarität ist. Ich bin überzeugt: Die Liebe hört niemals auf. Sie wird wie Glaube und Hoffnung bleiben, auch wenn alles andere vergeht. Liebe, die sich auf vielfache Weise ausbreitet. In Werten, die vermittelt werden, in Zeit, die geschenkt wird, in Vertrauen, das in ein Projekt gesetzt wird.“

Mit der Ausstellung möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ einen öffentlichen Dialog anstoßen und Berührungsängste abbauen. „Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten“, erklärte Susanne Anger, Sprecherin der Initiative, zur Ausstellungseröffnung.

„Immer mehr wollen mit ihrem Erbe auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben, sie wollen Bleibendes schaffen, die eigenen Werte und Anliegen auch über den Tod hinaus wirken lassen.“ Diesen Trend belegt auch die aktuelle, von der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ in Auftrag gegebene, GfK-Studie zum gemeinnützigen Vererben in Deutschland: Demnach kann sich inzwischen fast jeder und jede dritte Deutsche ab 50 Jahren vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – bei den Kinderlosen sogar mehr als die Hälfte.

Für die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ haben sich 25 namhafte gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen, darunter Amnesty International, DKMS, Deutsche Herzstiftung, Deutsche Umwelthilfe, Deutsches Kinderhilfswerk, DRF Luftrettung und die Max-Planck-Gesellschaft. Gemeinsames Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasserinnen und Erblasser zu informieren und bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen.

Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ ist noch bis zum 11. Juli 2022 in der Florinskirche Koblenz zu sehen. Geöffnet ist Montag bis Sonntag von 10:30 bis 17:30 Uhr. Eintritt und Audioguides sind kostenfrei.

 Ausführliche Informationen, Bildmaterial, die Filme sowie Auszüge aus allen Gesprächen unter www.mein-erbe-tut-gutes.de

Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ in Koblenz eröffnet Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ in Koblenz eröffnet
Vernissage der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, Florinskirche Koblenz, 14. Juni 2022; v.l.n.r. Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz, Pfarrerin Birgit Becker, Vorsitzender des Stiftungsrates der Florinskirche Klaus Hiemke und Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“;
©Fabian P. Gocht / Mein Erbe tut Gutes
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Vernissage der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, Florinskirche Koblenz, 14. Juni 2022; Besucher und Besucherinnen der Ausstellung;
©Fabian P. Gocht / Mein Erbe tut Gutes
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Für die Presse