Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet

Vernissage mit Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Pröpstin Almut Witt – Ausstellung mit Fotografien von Bettina Flitner

Kiel, 12. Juli 2019 – Was bleibt von einem Leben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Eine wichtige Frage, die alle irgendwann betrifft. Mit der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, die gestern Abend in Anwesenheit des Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar, Pröpstin Almut Witt und Pastorin Maren Schmidt in der Offenen Kirche St. Nikolai zu Kiel eröffnet wurde, möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zum Nachdenken über die Frage „Was bleibt?“ bewegen. Die Initiative hat elf Persönlichkeiten dafür gewonnen, ihre Gedanken zu dieser Frage zu teilen: Günter Grass, Egon Bahr, Margot Käßmann, Dieter Mann, Ulf Merbold, Reinhold Messner, Anne-Sophie Mutter, Christiane Nüsslein-Volhard, Friede Springer, Richard von Weizsäcker und Wim Wenders gewähren in der Ausstellung sehr persönliche Einblicke – dargestellt in Fotografien, Kurzfilmen und Textausschnitten aus den Gesprächen.

Stadtpräsident Hans-Werner Tovar: „Angeregt durch diese Ausstellung stelle auch ich mir die Frage: Was bleibt von Dir eigentlich? Reichtum ist es sicherlich nicht. Aber ist dies überhaupt wichtig? Ist es nicht vielmehr das, was ich an Empathie und Bildung meinen Kindern mitgegeben habe? Ist es nicht mein Bemühen in meinem Beruf um Gerechtigkeit und in meinem politischen Leben um Demokratie und Menschlichkeit? Ich wünsche mir, dass es so ist, allerdings kommen mir Zweifel, ob ich meinen eigenen Maßstäben gerecht werden kann.“

Pröpstin Almut Witt: „Abschiede und Tod kenne ich in meinem Beruf als Pastorin, gerade in den zurückliegenden 25 Jahren als Gemeindepastorin, nur zu gut. Ich habe viele Menschen begleitet; oft in sehr bewegender Weise. Hilfreich war es, wenn Menschen sich wirklich auf eine Begegnung mit den Fragen rund um den Tod einlassen konnten; schwierig wurde es immer dann, wenn Menschen versuchten, dem Thema auszuweichen. ,Wir haben nie über das Sterben und was danach kommt geredet!‘, so habe ich es oft gehört. Über das, was bleibt, kann ich aber nur reden, wenn ich auch den Tod in den Blick nehme. So kann die Begegnung mit dem Tod das Leben schon jetzt bereichern.“

Mit der Ausstellung möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ einen öffentlichen Dialog anregen und Berüh-rungsängste abbauen. Denn die Frage nach dem, was einmal bleiben soll, ist aktueller denn je. 3,1 Billionen Euro werden in Deutschland bis 2024 weitergegeben, rechnet das Deutsche Institut für Altersvorsorge in einer aktuellen Studie. Gleichzeitig wächst die Zahl der Alleinstehenden und Kinderlosen.

„Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten“, erklärt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative, zur Ausstellungseröffnung. „Immer mehr wollen mit ihrem Erbe auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben, sie wollen Bleibendes schaffen, die eigenen Werte und Anliegen auch über den Tod hinaus wirken lassen.“ Diesen Trend belegt auch die GfK-Studie „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“: Bereits jede bzw. jeder Zehnte der über 60-Jährigen kann sich vorstellen, einen Teil des Nachlasses auch einem guten Zweck zukommen zu lassen, bei den Kinderlosen sogar ein Drittel.

Aus diesem Grund haben sich 22 namhafte gemeinnützige Organisationen zur Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasserinnen und Erblasser zu informieren und sie bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen. Mit einem Testament die eigenen Werte weiterleben lassen, das ist letztendlich auch eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“.

Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ ist bis zum
17. August 2019 in der Offenen Kirche St. Nikolai zu Kiel zu sehen. Geöffnet ist Montag bis Samstag 10:00 bis 18:00 Uhr sowie Sonntag 12:30 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Audioguides können kostenlos ausgeliehen werden.

 

Pressefotos honorarfrei abrufbar unter diesem Link: Fotos_Prinzip_Apfelbaum_Vernissage_Kiel_110719

(3 jpg-Dateien, 20 MB, abrufbar bis 19.07.19, Bildnachweis: Sarah Porsack/Initiative „Mein Erbe tut Gutes“)

Bildunterschriften:

Das_Prinzip_Apfelbaum_Kiel_11072019_1_Foto_Sarah_Porsack:

Vernissage der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, St. Nikolai zu Kiel, 11. Juli 2019; v. l. n. r.: Pastorin Maren Schmidt, Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“, Pröpstin Almut Witt, Stadtpräsident Hans-Werner Tovar.

 

Das Buch sowie das Hörbuch zur Ausstellung mit allen Fotografien und den ausführlichen Gedanken aller elf Persönlichkeiten sind im Buchhandel erhältlich.

Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet
Vernissage der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, St. Nikolai zu Kiel, 11. Juli 2019; v. l. n. r.: Pastorin Maren Schmidt, Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“, Pröpstin Almut Witt, Stadtpräsident Hans-Werner Tovar.
© Initiative „Mein Erbe tut Gutes“/ Sarah Porsack
Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet
Vernissage der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, St. Nikolai zu Kiel, 11. Juli 2019.
© Initiative „Mein Erbe tut Gutes“/ Sarah Porsack
Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet
Vernissage der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, St. Nikolai zu Kiel, 11. Juli 2019.
© Initiative „Mein Erbe tut Gutes“/ Sarah Porsack
Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'“ in Kiel eröffnet
Vernissage der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, St. Nikolai zu Kiel, 11. Juli 2019.
© Initiative „Mein Erbe tut Gutes“/ Sarah Porsack
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