Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“

Vernissage mit Bürgermeisterin Eva Jähnigen – Ausstellung mit Fotografien von Bettina Flitner in der Kreuzkirche Dresden eröffnet.

Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“

Vernissage mit Bürgermeisterin Eva Jähnigen – Ausstellung mit Fotografien von Bettina Flitner in der Kreuzkirche Dresden eröffnet.

Dresden, 13. Oktober 2017 – Was bleibt von einem Leben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Eine wichtige Frage, die alle irgendwann betrifft. Mit der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, die gestern in Anwesenheit von Bürgermeisterin Eva Jähnigen in der Kreuzkirche Dresden eröffnet wurde, möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zum Nachdenken über die Frage „Was bleibt?“ bewegen. Die Initiative hat elf Persönlichkeiten dafür gewonnen, ihre Gedanken zu dieser Frage zu teilen: Günter Grass, Egon Bahr, Margot Käßmann, Dieter Mann, Ulf Merbold, Reinhold Messner, Anne-Sophie Mutter, Christiane Nüsslein-Volhard, Friede Springer, Richard von Weizsäcker und Wim Wenders gewähren in der Ausstellung sehr persönliche Einblicke – dargestellt in Fotografien, Kurzfilmen und Textausschnitten aus den Gesprächen.

Eva Jähnigen, Bürgermeisterin von Dresden und Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum“ in der Kreuzkirche: „Die Ausstellung gibt sehr persönliche Einblicke auf Menschen, die sich mit dem Wunsch auseinandersetzen, etwas an die nächste Generation weiterzugeben. Und auch wer durch Dresden geht, wird viel Erbe entdecken. Die Stadt hat manchen Brunnen, manchen Ort des Gedenkens oder auch manchen Baum Menschen zu verdanken. Was im Leben wichtig ist, kann mit einem Erbe für den guten Zweck auch in die Zukunft getragen werden. Deshalb unterstütze ich gerne das Anliegen der Initiative ‚Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum‘.“

Hausherr Holger Milkau, Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kreuzkirchgemeinde Dresden, sagte bei der Begrüßung der Gäste: „Die Ausstellungen in der Kreuzkirche Dresden dienen vor allem dem Gedächtnis an Zeiten historischer Umbrüche und Aufbrüche. Solche Momente gibt es auch im persönlichen Leben. Spätestens wenn man sich mit der eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzt. Über das eigene, begrenzte Leben hinaus denken und vielleicht sogar wirken, ist ein Wunsch, der dabei wach werden kann. Wer Anregungen und Denkanstöße zu der Frage ‚Was bleibt? ‘ sucht, sollte sich die Fotografien von Bettina Flitner und die Statements von elf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ansehen, die in der aktuellen Ausstellung gezeigt werden. Im Reformationsjahr 2017 wird hier ein ‚heimliches‘ Luther-Zitat aufgenommen und schafft einen Raum der Begegnung zwischen der Stimmung des Abschieds und der Kraft der Hoffnung: ‚Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich noch heute einen Apfelbaum pflanzen. ‘“

Was bleibt? – Diese Frage bewegt auch die mehrfach ausgezeichnete Fotografin Bettina Flitner, die die Prominenten im Auftrag der Initiative befragt und porträtiert hat: „Vielleicht bin ich deswegen Fotografin geworden. Das Fotografieren arbeitet gegen das Vergessen.“

Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ ist bis zum 16. November 2017 in der Kreuzkirche in Dresden zu sehen.  Geöffnet ist Montag bis Freitag 10.00 bis 18.00 Uhr (ab November 17.00 Uhr), Samstag und Sonntag 10.00 bis 14.00 Uhr, Sonntag 12.00 bis 18.00 Uhr (ab November 17.00 Uhr). Der Eintritt ist frei, Audioguides können kostenlos ausgeliehen werden. Das Buch zur Ausstellung mit allen Fotografien und den ausführlichen Gedanken aller elf Persönlichkeiten sowie das Hörbuch sind im Buchhandel erhältlich.

Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard hat Geburtstag

Im Oktober gratulieren wir Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard herzlich zum Geburtstag. Sie ist eine der elf Persönlichkeiten, die Teil der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum“ zur Frage „Was bleibt?“ sind. Christiane Nüsslein-Volhard wurde am 20. Oktober 1942 in Magdeburg geboren.

Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard hat Geburtstag

Im Oktober gratulieren wir Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard herzlich zum Geburtstag. Sie ist eine der elf Persönlichkeiten, die Teil der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum“ zur Frage „Was bleibt?“ sind. Christiane Nüsslein-Volhard wurde am 20. Oktober 1942 in Magdeburg geboren.

„Vielleicht bin ich eine Art Vorbild für Frauen in der Forschung, obwohl ich das selbst nie gern so gesehen habe“, sagte Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard Fotografin Bettina Flitner im Sommer 2014. Ihre Gedanken zur Frage „Was bleibt, wenn ich nicht mehr bin?“ sind in der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?’“ zu sehen.

Christiane Nüsslein-Volhard wurde 1942 in Heyrothsberge bei Magdeburg geboren, verband in ihrer Forschung systematisch genetische mit entwicklungsbiologischen Fragen. Für die Entdeckung von Genen, die die Entwicklung von Tieren steuern, erhielt sie 1995 den Nobelpreis. Christiane Nüsslein-Volhard ist die einzige deutsche Medizin-Nobelpreisträgerin und war 1985 eine der ersten Frauen an der Spitze eines Max-Planck-Instituts, an dem sie noch heute forscht. Am 20. Oktober wird sie 75 Jahre alt. Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ gratuliert herzlich zum Geburtstag!

Kommende Termine für die Ausstellung 2017:

Dresden
13. Oktober bis 16. November
Mo. bis Fr. 10 – 18 Uhr (ab November 17 Uhr), Sa. 10 – 14 Uhr, So. 12 – 18 Uhr (ab November 17 Uhr)
Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
Vernissage am 12. Oktober, 18 Uhr

Der Eintritt ist immer frei, Audioguides sind kostenlos.

Großer Applaus für Konzert der Anne-Sophie Mutter Stiftung

Begeisterndes Konzert mit Stipendiaten der Anne-Sophie Mutter Stiftung in der Münchner Allerheiligen Hofkirche. Mehr als 350 Gäste der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ genossen das Dankeschön-Konzert „Klassik für Freunde“.

Großer Applaus für Konzert der Anne-Sophie Mutter Stiftung

Begeisterndes Konzert mit Stipendiaten der Anne-Sophie Mutter Stiftung in der Münchner Allerheiligen Hofkirche. Mehr als 350 Gäste der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ genossen das Dankeschön-Konzert „Klassik für Freunde“.

Großen Applaus ernteten die drei Stipendiaten der Anne-Sophie Mutter Stiftung für ihren Konzert-Abend „Klassik für Freunde“ zugunsten der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ am Freitag, den 22. September in der Münchner Allerheiligen Hofkirche. Geigen-Virtuosin Anne-Sophie Mutter selbst hat diesen Abend möglich gemacht. „Das Konzert war ein wundervolles Geschenk für all jene Menschen, die sich engagieren und großzügig spenden“, bedankte sich Susanne Anger, Sprecherin der Initiative bei der Anne-Sophie Mutter-Stiftung und ihren Stipendiaten Ye-Eun Choi (Violine), Vladimir Babeshko (Viola) und Maximilian Hornung (Violoncello).

Die bereits international bekannten Künstler musizierten vor vollem Haus. Sie präsentierten in großer Brillanz und Warmherzigkeit Stücke von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven und Ernst von Dohnányi. Dementsprechend begeistert feierten die mehr als 350 Gäste der Initiative, die zu diesem Benefiz-Konzert geladen waren, diese jungen Musik-Talente. Wegen einer Tournee in den USA konnte Anne-Sophie Mutter leider nicht selbst dabei sein, richtete den Gästen aber die herzlichsten Wünsche aus.

„Seit ich sechs, sieben Jahre alt bin, fasziniert mich karitative Tätigkeit. Diese Empfindsamkeit, dieses Mitfühlen, das dieser Arbeit inne liegt, kennt jedes Kind, jeder Mensch. Mit der Musik kann man Mitgefühl auf wunderbare Weise über einen passiven Zustand hinaus in etwas Aktives verwandeln. Es geht darum, Menschen zum Innehalten zu bewegen, und dazu, sich für eine Sache zu engagieren, ihre Zeit, auch ihr Geld zu opfern, um aus dem Alltag herauszutreten und den anderen wahrzunehmen. Deshalb ist es mir auch wichtig, dass die Stipendiaten meiner Stiftung mit mir an Benefizprojekten arbeiten und sich sozial engagieren“, erklärte Anne Sophie Mutter gegenüber der Initiative.

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ gewann im Sommer 2014 Anne-Sophie Mutter als eine von 11 Persönlichkeiten für das Ausstellungsprojekt „Das Prinzip Apfelbaum“ und teilte ihre Gedanken zur Frage „Was bleibt, wenn ich nicht mehr bin?“. Sowohl die Gespräche in Form von Texten und Kurzfilmen als auch die Fotos sind in der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?’“ zu finden, in der die Fotografin Bettina Flitner berührende Tryptichen von Anne-Sophie Mutter und weiteren zehn Persönlichkeiten geschaffen hat.

Wir gratulieren Reinhold Messner zum Geburtstag

Im September wird Bergsteiger Reinhold Messner 73 Jahre alt. Er ist eine der elf Persönlichkeiten, die für „Das Prinzip Apfelbaum“ zur Frage „Was bleibt?“ Einblicke in ihre Gedankenwelt geben.

Wir gratulieren Reinhold Messner zum Geburtstag

Im September wird Bergsteiger Reinhold Messner 73 Jahre alt. Er ist eine der elf Persönlichkeiten, die für „Das Prinzip Apfelbaum“ zur Frage „Was bleibt?“ Einblicke in ihre Gedankenwelt geben.

„Die wichtigste Form in der jemand bleibt, ist zweifellos die Erinnerung im Gedächtnis anderer“, sagte er Bettina Flitner im Gespräch. „Es gibt gar nichts, wo ich sage, das muss bleiben“, so Reinhold Messner weiter: „Solang man erinnert wird, bleibt in den Köpfen anderer Menschen irgendwas erhalten, aber nicht ewig.“ Der Höhenbergsteiger glaubt, dass sich Viele nicht bewusst seien, sich von Geburt an immer mehr dem Tod zu nähern. „Wenn ich weiß, dass ich ein Sterbender bin, kann ich viel intensiver leben“, berichtete er in einem seiner Museen. Das Museumsprojekt von Reinhold Messner ist in den italienischen Provinzen Südtirol und Belluno entstanden: Sechs verschiedene Standorte bilden dabei ein Bergmuseum. Reinhold Messner wird am 17. September 73 Jahre alt.

Er ist eine der elf Persönlichkeiten, die die Fotografin Bettina Flitner im Sommer 2014 im Auftrag der Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ zur Frage „Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin?“ gesprochen und porträtiert hat. Entstanden sind berührende Triptychen und intensive Kurzfilme aus den Gesprächen. Reinhold Messner wurde 1944 in Brixen in Südtirol geboren und gehört zu den bekanntesten Bergsteigern der Welt. Als Erster erreichte er den Gipfel des Mount Everest ohne Sauerstoffgerät und bestieg alle 14 Achttausender. Zudem machte er sich als Buchautor, Politiker, Bergbauer und Museumsentwickler einen Namen. Mit seinem alpinen Kletterstil veränderte er das Höhenbergsteigen nachhaltig.

Neben Reinhold Messner hat Bettina Flitner noch zehn weitere Persönlichkeiten porträtiert. Die Fotoarbeiten sowie die Kurzfilme und die Texte auf Audioguide sind als Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?’“ zu sehen.

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ gratuliert herzlich und wünscht alles Gute!

Termine für laufende und kommende Ausstellung 2017:

Erfurt 8. September bis 9. Oktober Mo. bis Fr. 12 – 17 Uhr, Sa. und So. 10 – 14 Uhr Kultur: Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt

Dresden Dresden 13. Oktober bis 16. November Mo. bis Fr. 10 – 18 Uhr (ab November 17 Uhr), Sa. 10 – 14 Uhr, So. 12 – 18 Uhr (ab November 17 Uhr) Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden Vernissage am 12. Oktober, 18 Uhr

Der Eintritt ist immer frei, Audioguides sind kostenlos.

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ feiert ihren vierten Geburtstag

Am 13. September findet der Internationale Tag des Testaments statt. An diesem Tag wurde 2013 die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ gegründet.

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ feiert ihren vierten Geburtstag

Am 13. September findet der Internationale Tag des Testaments statt. An diesem Tag wurde 2013 die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ gegründet.

Am 13. September findet der Internationale Tag des Testaments statt. An diesem Tag wurde 2013 die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ gegründet. Es ist ein Anlass, sich Gedanken zu machen: Wer soll eines Tages mein Vermögen erben und wie will ich in Erinnerung bleiben? Möchte ich auch gemeinnützige Organisationen begünstigen, damit diese über meinen Tod hinaus Gutes bewirken können? Und was muss ich beim Verfassen eines Testaments berücksichtigen? Als Zusammenschluss von 23 großen und kleinen gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen in Deutschland informiert die Initiative über die Möglichkeit, mit einem Testament für den guten Zweck eigene Werte zu bewahren. Susanne Anger, die Sprecherin der Initiative, hält am 13. September bei den Bremer Seniorentagen „InVita 2017“ (16.15 Uhr Hauptbühne in Halle 7) einen Vortrag zum Thema und gibt „Was bleibt von mir? Tipps zur Erbschafts- und Testamentsgestaltung“.

Gemeinnütziges Vererben wird immer beliebter
Die repräsentative GFK-Umfrage „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“ zeigt: Bereits jeder Zehnte der über 60-Jährigen kann sich vorstellen, einen Teil seines Nachlasses auch einem guten Zweck zukommen zu lassen. Bei den Kinderlosen jeder Dritte. Sie alle wollen etwas Bleibendes schaffen, die eigenen Werte auch über den Tod hinaus wirken lassen. Für diese Sinnsucher haben 23 gemeinnützige Organisationen und Stiftungen ein Angebot: Sie haben sich zur Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zusammen-geschlossen. Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen.

3,1 Billionen Euro – das ist die Summe, die in Deutschland bis 2024 vererbt wird, rechnet das Deutsche Institut für Altersvorsorge. Viele Menschen denken darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten. Natürlich sollen die Liebsten etwas bekommen – die Kinder, die Ehefrau, der gute Freund, der bis zum Schluss da war. Immer mehr Menschen wollen mit ihrem Erbe aber mehr erreichen und über den Tod hinaus Gutes tun. Denn verantwortungsvoll zu leben und die Welt nach den eigenen Werten mitzugestalten, ist für viele Menschen mehr als eine Herzenssache.

Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“ in Erfurt

Gut besuchte Vernissage mit Ministerpräsident Bodo Ramelow – Ausstellung mit Fotografien von Bettina Flitner im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt eröffnet.

Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“ in Erfurt

Gut besuchte Vernissage mit Ministerpräsident Bodo Ramelow – Ausstellung mit Fotografien von Bettina Flitner im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt eröffnet.

Was bleibt von einem Leben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Eine wichtige Frage, die alle irgendwann betrifft. Mit der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, die am 7. September in Anwesenheit von Ministerpräsident Bodo Ramelow im Kultur: Haus Dacheröden eröffnet wurde, möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zum Nachdenken über die Frage „Was bleibt?“ bewegen. Die Initiative hat elf Persönlichkeiten dafür gewonnen, ihre Gedanken zu dieser Frage zu teilen: Günter Grass, Egon Bahr, Margot Käßmann, Dieter Mann, Ulf Merbold, Reinhold Messner, Anne-Sophie Mutter, Christiane Nüsslein-Volhard, Friede Springer, Richard von Weizsäcker und Wim Wenders gewähren in der Ausstellung sehr persönliche Einblicke – dargestellt in Fotografien, Kurzfilmen und Textausschnitten aus den Gesprächen.

Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum“ im Kultur:Haus Dacheröden: „Immer mehr Menschen haben den Wunsch, etwas an die nächste Generation weiterzugeben, was ihnen im Leben wichtig war und entscheiden sich dazu, mit einem Teil ihres Erbes einen guten Zweck zu fördern. Das ist ein Beitrag für eine lebenswerte Gesellschaft, der außerdem den Zusammenhalt stärkt. Deshalb unterstütze ich gerne das Anliegen der Initiative ‚Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum‘ und der in ihr vereinten gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen, die Menschen zum Nachdenken über die Frage ‚Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin?‘  und über ihre Verantwortung in dieser Welt anzuregen.“

„Es freut mich sehr, dass diese inspirierende Ausstellung bedeutender Persönlichkeiten in unserem Haus Dacheröden gezeigt wird. Ich wünsche dieser Ausstellung viele Besucher und einen positiven Nachhall“, sagte Lena Walter, Hausherrin und Geschäftsführerin vom Kultur: Haus Dacheröden, bei der Begrüßung der Gäste. „Mit dem Angebot einer Werkstatt Kreatives Schreiben am 16. und 17. September im Rahmen dieser Ausstellung möchte das Festival ‚Erfurter Herbstlese‘ die Möglichkeit bieten, sich schreibend und ganz aktiv den Fragen ‚ Was bleibt von mir?‘, ‚Was möchte ich weitergeben?‘ zu nähern und sie zu reflektieren“, so Monika Rettig, Programmleiterin der Erfurter Herbstlese.

Was bleibt? – Diese Frage bewegt auch die mehrfach ausgezeichnete Fotografin Bettina Flitner, die die Prominenten im Auftrag der Initiative befragt und porträtiert hat: „Vielleicht bin ich deswegen Fotografin geworden. Das Fotografieren arbeitet gegen das Vergessen.“ Mit der Ausstellung möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ einen öffentlichen Dialog anregen und Berührungsängste abbauen. Denn die Frage nach dem, was einmal bleiben soll, ist aktueller denn je. 3,1 Billionen Euro werden in Deutschland bis 2024 weitergegeben, rechnet das Deutsche Institut für Altersvorsorge in einer Studie. Gleichzeitig wächst die Zahl der Alleinstehenden und Kinderlosen.

„Immer mehr wollen mit ihrem Erbe auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben, sie wollen Bleibendes schaffen, die eigenen Werte und Anliegen auch über den Tod hinaus wirken lassen“, erklärt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“, zur Ausstellungseröffnung. „Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten, sondern auch darüber, künftigen Generationen ein Geschenk zu machen und so in Erinnerung zu bleiben.“

Diesen Trend belegt auch die GfK-Studie „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“: Bereits jeder Zehnte der über 60-Jährigen kann sich vorstellen, einen Teil seines Nachlasses auch einem guten Zweck zukommen zu lassen, bei den Kinderlosen sogar jeder Dritte. Aus diesem Grund haben sich 23 gemeinnützige Organisationen und Stiftungen zur Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und sie bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen. Mit einem Testament die eigenen Werte weiterleben lassen, das ist letztendlich auch eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“.

Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ ist bis zum 9. Oktober 2017 im Kultur: Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt, zu sehen.
Geöffnet ist Montag bis Freitag 12.00 bis 17.00 Uhr, Samstag und Sonntag 10.00 bis 14.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Audioguides können kostenlos ausgeliehen werden.

Das Buch zur Ausstellung mit allen Fotografien und den ausführlichen Gedanken aller elf Persönlichkeiten sowie das Hörbuch sind im Buchhandel erhältlich.

 

„Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“

Herzliche Einladung zur Ausstellung ab 8. September 2017 im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt.

„Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“

Herzliche Einladung zur Ausstellung ab 8. September 2017 im Kultur: Haus Dacheröden in Erfurt.

Was bleibt von einem Leben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Diese Frage stellen wir uns alle irgendwann – darüber zu sprechen, ist oft jedoch noch immer ein Tabu. Für die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ hat die mehrfach ausgezeichnete Fotografin Bettina Flitner elf bekannte Persönlichkeiten portraitiert, die sich mit großer Offenheit auf diese Frage einlassen: Günter Grass, Egon Bahr, Margot Käßmann, Dieter Mann, Ulf Merbold, Reinhold Messner, Christiane Nüsslein-Volhard, Anne-Sophie Mutter, Friede Springer, Richard von Weizsäcker und Wim Wenders.

Entstanden ist daraus die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ mit großformatigen Bildern, Texten, die per Audioguide zugänglich sind, und Kurzfilmen. Die Ausstellung zeigt Werke der Fotografin Bettina Flitner und intensive und berührende Gespräche mit den porträtierten Persönlichkeiten. Mit Informationen zum Anliegen der Initiative gibt die Ausstellung ferner interessante Einblicke in das Thema gemeinnütziges Vererben in Deutschland.

Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum.
11 Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“

Erfurt 

8. September bis 9. Oktober
Mo. bis Fr. 12 – 17 Uhr, Sa. und So. 10 – 14 Uhr
Kultur: Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt

Der Eintritt ist immer frei, Audioguides sind kostenlos.

Dresden

13. Oktober bis 16. November
Mo. bis Fr. 10 – 18 Uhr (ab November 17 Uhr), Sa. 10 – 14 Uhr, So. 12 – 18 Uhr (ab November 17 Uhr)
Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden

Vernissage am 12. Oktober, 18 Uhr
Haus an der Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
Um Anmeldung an info@mein-erbe-tut-gutes.de oder unter 030 29 77 24 36 wird gebeten.

Der Eintritt ist immer frei, Audioguides sind kostenlos.

Initiative präsentiert sich auf der Messe „InVita 2017“ in Bremen

Am 12. und 13. September präsentiert sich die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ auf der Seniorenmesse „InVita 2017“ in Bremen – pünktlich zum Internationalen Tag des Testaments.

Initiative präsentiert sich auf der Messe „InVita 2017“ in Bremen

Am 12. und 13. September präsentiert sich die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ auf der Seniorenmesse „InVita 2017“ in Bremen – pünktlich zum Internationalen Tag des Testaments.

Am 12. und 13. September 2017 findet die Seniorenmesse „InVita 2017“ in der Messe Bremen statt. Dort präsentiert sich auch die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ in der Halle 7 am Stand 7D20. Als Zusammenschluss von 23 großen und kleinen gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen in Deutschland informiert die Initiative über die Möglichkeit, mit einem Testament für den guten Zweck eigene Werte zu bewahren.

Am 13. September findet außerdem der Internationale Tag des Testaments statt. Dieser Tag ist ein Anlass, sich Gedanken zu machen: Wer soll eines Tages mein Vermögen erben und wie will ich in Erinnerung bleiben? Möchte ich auch gemeinnützige Organisationen begünstigen, damit diese über meinen Tod hinaus Gutes bewirken können? Und was muss ich beim Verfassen eines Testaments berücksichtigen. Susanne Anger, die Sprecherin der Initiative, hält am 13. September um 16.15 Uhr bei der „InVita 2017“ auf der Hauptbühne in Halle 7 einen Vortrag zum Thema und gibt Tipps, wie Sie ihr Testament richtig schreiben und auch noch Gutes tun.

Gemeinnütziges Vererben in Deutschland

3,1 Billionen Euro – das ist die Summe der Vermögen, die in Deutschland bis 2024 vererbt werden, rechnet das Deutsche Institut für Altersvorsorge. Viele Menschen denken darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten. Natürlich sollen die Liebsten etwas bekommen – die Kinder, die Ehefrau, der gute Freund, der bis zum Schluss da war. Immer mehr Menschen wollen mit ihrem Erbe aber mehr erreichen und über den Tod hinaus Gutes tun.

Die repräsentative GFK-Umfrage „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“ zeigt: Bereits jeder Zehnte der über 60-Jährigen kann sich vorstellen, einen Teil seines Nachlasses auch einem guten Zweck zukommen zu lassen. Bei den Kinderlosen jeder Dritte. Sie alle wollen etwas Bleibendes schaffen, die eigenen Werte auch über den Tod hinaus wirken lassen.

Für diese Sinnsucher haben 23 gemeinnützige Organisationen und Stiftungen ein Angebot: Sie haben sich zur Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zusammen-geschlossen. Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen.

Weitere Infos zur Messe: www.messe-bremen.de

Luthers Testament

Das Verfassen eines Letzten Willens ermöglicht es, persönliche Werte und Ideen an die Nachwelt weiterzugeben. In allen historischen Perioden lassen sich Beispiele dafür finden. Auch Kirchenvater Martin Luther hat ein Testament verfasst und wichtige Schriften hinterlassen. Diese sind in zwei empfehlenswerten Ausstellungen in Wittenberg und Magdeburg zu sehen.

Luthers Testament

Das Verfassen eines Letzten Willens ermöglicht es, persönliche Werte und Ideen an die Nachwelt weiterzugeben. In allen historischen Perioden lassen sich Beispiele dafür finden. Auch Kirchenvater Martin Luther hat ein Testament verfasst und wichtige Schriften hinterlassen. Diese sind in zwei empfehlenswerten Ausstellungen in Wittenberg und Magdeburg zu sehen.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, lautet ein berühmtes Zitat von Martin Luther, das die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ entliehen hat. Gemeinnützig zu vererben ist eine Grundhaltung, für die die Initiative gemeinnütziger Organisationen und Stiftungen in Deutschland eintritt. Jeder Mensch hat persönliche Werte und Wünsche, wie Menschen in Not zu helfen oder die Umwelt zu erhalten. Diese Anliegen können mit einem Testament, das auch gemeinnützige Zwecke bedenkt, ganz direkt weitergegeben werden.

Die GfK-Studie „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“ hat ergeben, dass jeder zehnte Deutsche über 60 Jahre mit einem Teil seines Erbes auch einen guten Zweck unterstützen würde, bei Kinderlosen sogar jeder dritte. Gemeinnütziges Vererben ist kein neues Phänomen. Das gab es zu jeder Zeit und in allen Kulturen, etwa schon im alten Ägypten oder im antiken Griechenland. Der Philosoph Platon hat sein Vermögen an seine Akademie vererbt. Viele Jahrhunderte später verfügte Alfred Nobel 1895 die Gründung der Stiftung, die bis heute den renommierten Nobel-Preis verleiht.

Luthers Letzter Wille kehrte nach Hause zurück

Auch Martin Luther (1483 – 1546) hat ein für die damalige Zeit revolutionäres Testament hinterlassen, das aufgrund seiner Bedeutung für die Nachwelt als gemeinnützig bezeichnet werden kann. Im Kulturhistorischen Museum Magdeburg werden drei wichtige Dokumente gezeigt, die Gedanken und Ansichten Martin Luthers beinhalten. Das eigenhändige Manuskript des Reformators „Wider Hans Worst“ von 1541, das eine Art theologisches Vermächtnis darstellt, zählt zu den drei originalen, bedeutenden Lutherhandschriften. Luther hatte es damals seinem katholischen Erzfeind, dem Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, Heinrich II., geschickt – nicht ohne ihn darin mit Beschimpfungen zu bedenken.

Dieses auch als Luther-Testament bezeichnete Dokument galt später durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges als verschollen. Es war aus Sicherheitsgründen im Bergwerk Staßfurt gelagert worden. Ein amerikanischer Militärpfarrer fand das wertvolle Original und übergab es dem Concordia Historical Institute in St. Louis in den USA. Mit dem Fall der Mauer ist „Luthers Letzter Wille“ schließlich nach Hause zurückkehrt. Wenig später tauchten auch zwei weitere zugehörige Schriften wieder auf, an deren Existenz man beinahe nicht mehr geglaubt hatte. Pünktlich zum Luther-Jahr 2017 ist das dreiteilige Werk Martin Luthers nun der Öffentlichkeit zugänglich und ab 1. September im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu sehen. Es ist ein einzigartiges Zeitdokument der Reformation.

Außerdem zeigt die Ausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ bis 5. November im Augusteum in Wittenberg Martin Luthers weltliches Testament. „Luther hat zwei Testamente in seinem Leben verfasst: Das erste 1537 in Gotha, als er unter dem Eindruck eines Nahtoderlebnisses aufgrund eines heftigen Steinleidens, an dem er beinahe in Schmalkalden verstorben wäre, seinen Letzten Willen diktierte. Das zweite am 6. Januar 1542, als er – nun etwas mehr in Ruhe – seine weltlichen Verhältnisse ordnete und, sich über jedes damalige Recht hinwegsetzend, seine geliebte Frau Katharina als Alleinerbin bestimmte“ erläutert Mirko Gutjahr, Kurator des Ausstellungsprojekts Nationale Sonderausstellung 2017 in Wittenberg.

Unser Tipp – sehenswerte Sonderausstellungen zu Luthers Testament:

Gegen Kaiser und Papst – Magdeburg und die Reformation
Kulturhistorisches Museum Magdeburg
01.09.2017 – 28.01.2018
www.khm-magdeburg.de

Luther! 95 Schätze – 95 Menschen
im Augusteum des Lutherhauses in Wittenberg
noch bis 5. November 2017
www.martinluther.de