Herzlichen Glückwunsch, Christiane Nüsslein-Volhard!

„Vielleicht bin ich eine Art Vorbild für Frauen in der Forschung, obwohl ich das selbst nie gern so gesehen habe“, erzählte uns Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard im persönlichen Gespräch. – Sie ist eine der elf Persönlichkeiten unserer Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum“. Die Biochemikerin wurde 1942 in der Nähe von Magdeburg geboren und begeht am 20. Oktober ihren 78. Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch, Christiane Nüsslein-Volhard!

„Vielleicht bin ich eine Art Vorbild für Frauen in der Forschung, obwohl ich das selbst nie gern so gesehen habe“, erzählte uns Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard im persönlichen Gespräch. – Sie ist eine der elf Persönlichkeiten unserer Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum“. Die Biochemikerin wurde 1942 in der Nähe von Magdeburg geboren und begeht am 20. Oktober ihren 78. Geburtstag.

Für die Entdeckung von Genen, die die Entwicklung von Tieren steuern, erhielt Christiane Nüsslein-Volhard 1995 den Nobelpreis.  Sie ist die einzige deutsche Medizin-Nobelpreisträgerin und war 1985 eine der ersten Frauen an der Spitze eines Max-Planck-Instituts, an dem sie noch heute forscht.

2004 gründete sie eine Stiftung, die Frauen mit Kindern unterstützt. Das verschafft angehenden Wissenschaftlerinnen mehr Freiheit und Mobilität für ihre Karriere und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Forschung und Wissenschaft allgemein. Christiane Nüsslein-Volhard: „Wir verlieren viele exzellente Wissenschaftlerinnen, sobald diese eine Familie gründen. Meine Stiftung fördert begabte Doktorandinnen mit Kindern. Wir bieten ihnen ganz praktische Hilfe, die ihren Alltag erleichtert. Trotzdem: Ohne Leidenschaft, Begabung, Ehrgeiz und vor allem Mut geht es nicht.“, sagt sie auch.

Nüsslein-Volhard selbst hat für die Karriere auf Kinder und Familie verzichtet und ihre Wochenenden lieber im Labor verbracht. – Sie ist sich sicher, sie wäre unglücklich geworden, wenn sie nicht Wissenschaftlerin hätte werden können. Ihre Gedanken zur Frage „Was bleibt, wenn ich nicht mehr bin?“ sind in der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?’“ zu sehen – Buch und Hörbuch dazu gibt’s überall im Handel.

» Wir müssen immer lernen, zuletzt auch noch sterben lernen. « [Marie von Ebner-Eschenbach]

Unser Leben ist endlich. – Das ist eigentlich eine indiskutable Gewissheit, wird aber im Alltag häufig verdrängt: Ja, der Tod gehört zum Leben dazu, aber er soll sich doch bitte "aus dem Leben raushalten". Hier setzt die Hospizbewegung mit ihrer Grundidee an, das Sterben (wieder) ins Leben zu integrieren. Anlässlich des „Deutschen Hospiztag“ am 14. Oktober beschäftigen wir uns mit dem "1×1 der Sterbebegleitung". Denn: Wir können den Umgang mit dem Tod lernen.

» Wir müssen immer lernen, zuletzt auch noch sterben lernen. « [Marie von Ebner-Eschenbach]

Unser Leben ist endlich. – Das ist eigentlich eine indiskutable Gewissheit, wird aber im Alltag häufig verdrängt: Ja, der Tod gehört zum Leben dazu, aber er soll sich doch bitte "aus dem Leben raushalten". Hier setzt die Hospizbewegung mit ihrer Grundidee an, das Sterben (wieder) ins Leben zu integrieren. Anlässlich des „Deutschen Hospiztag“ am 14. Oktober beschäftigen wir uns mit dem "1×1 der Sterbebegleitung". Denn: Wir können den Umgang mit dem Tod lernen.

In Deutschland gibt es rund 1.500 ambulante Hospizdienste, etwa 240 stationäre Hospize für Erwachsene sowie knapp 20 für Kinder und Jugendliche. Hospize sind Einrichtungen der Sterbebegleitung. Neben der medizinischen Versorgung geht es vor allem auch darum, den Menschen in ihrer letzten Lebensphase ein Stück Normalität sowie Geborgenheit, Nähe und Wärme zu geben – in einer angenehmen Umgebung und Atmosphäre, sowohl für die Sterbenden als auch für ihre Angehörigen.

Doch, selbst wenn ein sterbender Mensch medizinisch und psychisch gut versorgt ist, fühlen sich Freunde und Angehörige von Todkranken oft hilflos. – Wie sich dem Sterbenden gegenüber richtig verhalten? Was kann man noch tun? Schnell sind Gefühle wie Unbehagen oder Angst da.

Inzwischen bieten immer mehr Einrichtungen und Organisationen Letzte-Hilfe-Kurse für Angehörige an. Solche Kurse sollen Rat geben, aber auch Mut machen. Wie sich Angehörige von Sterbenden vorbereiten können und was es bei der Sterbebegleitung zu beachten gilt, lesen Sie im Artikel „Letzte Hilfe“, in unserem kostenlosen Online-Magazin Prinzip Apfelbaum.

Zeitgeschichte: 30 Jahre Wiedervereinigung

41 Jahre war Deutschland ein geteiltes Land. Seit dem 3. Oktober 1990 sind Ost- und Westdeutschland wieder vereint. – An dem Tag trat der Einigungsvertrag in Kraft, mit dem die frühere DDR der Bundesrepublik beitrat. Inzwischen ist eine ganze Generation aufgewachsen, die keinerlei persönliche Erfahrung mit dieser Teilung hat.

Zeitgeschichte: 30 Jahre Wiedervereinigung

41 Jahre war Deutschland ein geteiltes Land. Seit dem 3. Oktober 1990 sind Ost- und Westdeutschland wieder vereint. – An dem Tag trat der Einigungsvertrag in Kraft, mit dem die frühere DDR der Bundesrepublik beitrat. Inzwischen ist eine ganze Generation aufgewachsen, die keinerlei persönliche Erfahrung mit dieser Teilung hat.

Was Heranwachsende heute im Geschichtsunterricht lernen, haben die Älteren oft selbst miterlebt, aktiv und mittendrin oder zumindest als Beobachter. –Im deutschen Sprachraum wird jene Epoche der späten Neuzeit daher auch als Zeitgeschichte bezeichnet. Noch lebende Zeitzeugen sind wichtig, denn persönliche Erinnerungen, private Schnappschüsse und Erzählungen können Zeitgeschichte für jüngere Generationen spannender, unmittelbar erfahrbar und damit auch greifbarer machen.

Die Auseinandersetzung mit Geschichte spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, ein Bewusstsein für unsere bestehende Demokratie und aktuelle politische Sachverhalte zu entwickeln. Denn: »Unsere Gesellschaft ist kein Naturzustand, sondern etwas Gewordenes, etwas Gemachtes. […] Wer weiß, welchen Weg unsere Gesellschaft bis heute zurückgelegt hat, kann seine eigenen Handlungsspielräume in der Gegenwart besser einschätzen.«, so Simon Lengemann, Referent bei der Bundeszentrale für politische Bildung.  Dabei geht es auch um ein Bewusstsein für bestehende Werte, Normen und Traditionen – sowie eine Sensibilität für die Bedeutsamkeit von Gerechtigkeit und Freiheit. Daher ist es so wichtig, dass ältere Generationen das Erlebte weitergeben, in der Familie und darüber hinaus. Auch vermeintlich kleine Dinge und Details  spiegeln Zeitgeschichte und machen Vergangenes greifbarer.

30 Jahre Wiedervereinigung: In unserem kostenlosen Online-Magazin Prinzip Apfelbaum zeigen wir im Rahmen des Artikels Geschichte wird gemacht ausgewählte Fotos – kleine Momentaufnahmen – aus der Umbruchszeit 1989/90 und sprechen über die Bedeutsamkeit von Zeitzeugen. 

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