Ausstellung Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“ in der Bezirksregierung Münster

Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ ist bis zum 23. März 2018 in der Bezirksregierung Münster zu sehen.

Ausstellung Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“ in der Bezirksregierung Münster

Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ ist bis zum 23. März 2018 in der Bezirksregierung Münster zu sehen.

Was bleibt von einem Leben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Eine wichtige Frage, die alle irgendwann betrifft. Mit der Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“, die in Anwesenheit von Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson in der Bezirksregierung Münster eröffnet wurde, möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zum Nachdenken über die Frage „Was bleibt?“ bewegen.

Die Initiative hat elf Persönlichkeiten dafür gewonnen, ihre Gedanken zu dieser Frage zu teilen: Günter Grass, Egon Bahr, Margot Käßmann, Dieter Mann, Ulf Merbold, Reinhold Messner, Anne-Sophie Mutter, Christiane Nüsslein-Volhard, Friede Springer, Richard von Weizsäcker und Wim Wenders gewähren in der Ausstellung sehr persönliche Einblicke – dargestellt in Fotografien, Kurzfilmen und Textausschnitten aus den Gesprächen.

Hausherrin und Regierungspräsidentin Dorothee Feller: „Ich freue mich, dass wir diese inspirierende Ausstellung in der Bezirksregierung beherbergen können. Sie ist eine persönliche und berührende Darstellung der ‚Sinn­frage‘, und, wie man über den Tod hinaus für die Gesellschaft Gutes bewirken kann.“ Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson: „Ich freue mich, dass diese Ausstellung den hoffentlich zahlreichen Besucherinnen und Besuchern zeigt, wie sie mit ihrem Erbe Sozial-, Kultur- oder Umweltprojekte fördern können. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Das wird hier sehr anschaulich verdeutlicht.“ Mit der Ausstellung möchte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ einen öffentlichen Dialog anregen und Berührungsängste abbauen. Denn die Frage nach dem, was einmal bleiben soll, ist aktueller denn je.

3,1 Billionen Euro werden in Deutschland bis 2024 weitergegeben, rechnet das Deutsche Institut für Altersvorsorge in einer aktuellen Studie. Gleichzeitig wächst die Zahl der Alleinstehenden und Kinderlosen. „Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten“, erklärt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative, zur Ausstellungseröffnung. „Immer mehr wollen mit ihrem Erbe auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben, sie wollen Bleibendes schaffen, die eigenen Werte und Anliegen auch über den Tod hinaus wirken lassen.“ Diesen Trend belegt auch die GfK-Studie „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“: Bereits jeder Zehnte der über 60-Jährigen kann sich vorstellen, einen Teil seines Nachlasses auch einem guten Zweck zukommen zu lassen, bei den Kinderlosen sogar jeder Dritte. Aus diesem Grund haben sich 23 gemeinnützige Organisationen zur Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und sie bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen. Mit einem Testament die eigenen Werte weiterleben lassen, das ist letztendlich auch eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“.

Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“ ist bis zum 23. März 2018 in der Bezirksregierung Münster, Domplatz 1-3, 48143 Münster zu sehen.  Geöffnet ist Montag bis Freitag von 08.00 bis 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Audioguides können kostenlos ausgeliehen werden.

Richard von Weizsäcker: „Selbst einen solchen Impuls gegeben zu haben, der weiterträgt, das hoffe ich zuversichtlich.“

Am 31. Januar jährt sich der Todestag von Richard von Weizsäcker zum dritten Mal. Er ist im Alter von 94 Jahren in Berlin gestorben und erlangte zu Lebzeiten als sechster Bundespräsident hohe Anerkennung im In- und Ausland.

Richard von Weizsäcker: „Selbst einen solchen Impuls gegeben zu haben, der weiterträgt, das hoffe ich zuversichtlich.“

Am 31. Januar jährt sich der Todestag von Richard von Weizsäcker zum dritten Mal. Er ist im Alter von 94 Jahren in Berlin gestorben und erlangte zu Lebzeiten als sechster Bundespräsident hohe Anerkennung im In- und Ausland.

In einem der letzten persönlichen Gespräche hatte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ die Ehre, die Gedanken von Weizsäcker zur Frage „Was bleibt, wenn ich nicht mehr bin?“ zu ergründen. Die Fotografin Bettina Flitner porträtierte ihn mit Blick auf diese Fragestellung und erschuf aus den Bildern und Gesprächen ein berührendes Triptychon. „Wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, den Kompromiss aktiv zu suchen, Empathie für die Prägungen des jeweils anderen aufzubringen, immer wieder einen langen Atem zu Überwindung von Differenzen zu beweisen, das hat uns die europäische Entwicklung gelehrt.“, sagte Richard von Weizsäcker im Gespräch mit Fotografin Bettina Flitner, die ihn porträtierte und in diesem Zusammenhang berührende Einblicke erhielt. Auf der Grundlage des Gesprächs ist zudem ein feinfühliger Audiobeitrag entstanden.

Die Wahrung des Friedens und der Freiheit jedes Einzelnen war für Richard von Weizsäcker zeitlebens das überragende Ziel und schon damals stellte er vorausschauend fest, dass „die aktuellen Entwicklungen der Welt nachdrücklich belegen, welch zerbrechliche Güter es sind.“ Ihn inspirierten Menschen, die mit den ihnen gegebenen Möglichkeiten Dinge schafften und veränderten. Solche Begegnungen gaben ihm Antrieb und halfen ihm, seinen Blick zu schärfen und so sich und anderen Wege aufzuzeigen.

Er selbst hoffte, dass es ihm gelungen sei, selbst an der einen oder anderen Stelle einen Impuls gegeben zu haben, der in die Zukunft trägt  – und somit einen Apfelbaum im Sinne Luthers gepflanzt zu haben. Im Gespräch mit  Bettina Flitner resümiert er: „Menschen meiner Generation sind, zumal in Europa, vielfach früh, zu früh, mit der Zerbrechlichkeit und Endlichkeit unseres Lebens konfrontiert worden. Krieg und Sterben, Flucht und Zerstörung, später dann die Kenntnis des wahren Ausmaßes der Schrecken und Grausamkeiten und das Nachdenken über die eigene Verantwortung haben uns in jungem Alter nachhaltig geprägt. Die Frage nach dem, was bleibt, was über die eigene Existenz in der Welt wirksam sein sollte, stellte sich nach diesen Erlebnissen und Erfahrungen in ganz besonderem Maße.“

Prinzip Apfelbaum. Magazin über das, was bleibt: Neues Online-Magazin ab 9. Januar 2018

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ startet erstmals ein Online-Magazin für Frauen und Männer ab 55: Prinzip Apfelbaum. Das „Magazin über das, was bleibt“ erscheint kostenlos sechs Mal im Jahr und widmet sich in seiner ersten Ausgabe dem Thema Glück. Interviews, Porträts und anregende Essays werden von einem wachsenden Ratgeber mit Tipps zu Erbe und Engagement ergänzt.

Prinzip Apfelbaum. Magazin über das, was bleibt: Neues Online-Magazin ab 9. Januar 2018

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ startet erstmals ein Online-Magazin für Frauen und Männer ab 55: Prinzip Apfelbaum. Das „Magazin über das, was bleibt“ erscheint kostenlos sechs Mal im Jahr und widmet sich in seiner ersten Ausgabe dem Thema Glück. Interviews, Porträts und anregende Essays werden von einem wachsenden Ratgeber mit Tipps zu Erbe und Engagement ergänzt.

Im fünften Jahr ihres Bestehens bringt die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ ein neues Angebot auf den Weg. Prinzip Apfelbaum heißt das Magazin, das seit heute online ist. Auf www.das-prinzip-apfelbaum.de dreht sich von nun an alles um die Frage „Was bleibt?“. Alle zwei Monate schenkt die Initiative aus 23 gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen Frauen und Männern ab 55 schöne Lesemomente: spannende Porträts und Interviews, anregende Essays und jede Menge Tipps. Die sechs Ausgaben pro Jahr folgen je einem thematischen Schwerpunkt wie Glück, Familie, Abschied oder Trauer.

„Alle, die sich Gedanken darüber machen, was einmal von ihnen bleiben soll, finden im Magazin Prinzip Apfelbaum Impulse und Rat“, erklärt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes“, das Konzept. „Wir nähern uns der Frage ‚Was bleibt?‘ aus unterschiedlichen Perspektiven. Wir denken offen nach über das Leben und den Tod. Wir fragen kluge Menschen nach ihren Erfahrungen und Ideen. Und wir sparen nicht mit Anregungen für eine bewusste Gestaltung der Zeit, die uns noch bleibt.“

Ratgeber-Pool mit praktischen Tipps zu Erbe und Engagement

Menschen, Impulse, Wissenswertes – das sind die Rubriken des Magazins. Darüber hinaus beantwortet ein wachsender Ratgeber-Pool wichtige Fragen zu Erbe und Engagement praxisnah. Wie verfasse ich mein Testament? Wie finde ich den Weg ins Ehrenamt? Wie spreche ich mit meinen Kindern über den Tod und meinen Letzten Willen? – Die Inhalte sind anspruchsvoll, die Gestaltung zeitgemäß und nicht ohne Augenzwinkern. „Wir wollen den Themen die Schwere nehmen und Menschen ermutigen, über ihr Erbe nachzudenken“, betont Susanne Anger. „Die Zeit
ist reif für ein hochwertiges Online-Magazin, das sich mit den Themen beschäftigt, die uns alle betreffen, und doch für viele noch immer ein Tabu sind.“

Erste Ausgabe zum Thema Glück

Die erste Ausgabe des Magazins widmet sich dem Glück. Darin finden Leserinnen und Leser unter anderem Antworten auf die Fragen, warum schenken glücklich macht und wie die Lebensbilanz gelingt. Im Interview spricht Journalistin und Autorin Christine Westermann über Abschiede, Glück und das, was bleibt. Im Ratgeber erfahren Leserinnen und Leser, wie der Weg ins Ehrenamt im Ruhestand glückt und worauf man achten sollte, wenn man etwas für den guten Zweck vererben möchte und warum man nicht zu lange warten sollte, um den Nachlass zu regeln.

Die erste Ausgabe des Magazins Prinzip Apfelbaum ist ab sofort unter www.das-prinzip-apfelbaum.de kostenlos verfügbar. Nummer zwei erscheint im März 2018. Dann wird das Thema FAMILIE im Fokus stehen. Wer keine Ausgabe verpassen möchte, abonniert den Newsletter hier auf der Seite – alle zwei Monate kostenlos per E-Mail.

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